Teil eins – Nurflügel ARROW

Erster der vorbereiteten experimentellen Modelle ist das Nurflügelmodell ARROW.
Warum experimentell?
Weil man es auf verschiedene Arten herstellen und betreiben kann. Außerdem lässt es sich nach eigenen Vorstellungen unterschiedlich experimentell anpassen. Seine Teile können nach und nach auch bei weiteren Modellen verwendet werden.
Was benötigen Sie für den Bau des Modells?
Eine Kopie des Ausschneidebogens, gedruckt auf hochwertigem Papier mit einem Flächengewicht von 150–170 g/m² (mattes Fotopapier),
Klebstoff – einen Klebestift (z. B. Herkules), eine Büroklammer oder besser zwei.
Optional außerdem ein gerader Floristikdraht mit einem Durchmesser von 0,6 mm (erhältlich in jedem Blumenladen) sowie saugfähiges Papier. Weiterhin ein Lineal, eine scharfe Schere (muss nicht spitz sein, aber scharf) und einen Zahnstocher.
Bitte lesen Sie zunächst die gesamte Bauanleitung für das Modell.
Anleitung zur Grundversion des Modells.
Wir beginnen mit dem Bau, indem wir das Hauptteil des Nurflügels Nr. 1 ausschneiden.
Wir schneiden es möglichst genau entlang seines Randes aus (schwarze Linie).
Anschließend „schwächen“ wir mit Hilfe eines Lineals und eines Zahnstochers die Papierstruktur an der gelben Linie.
Wir legen das Flügelteil auf eine feste und glatte Unterlage.
Wir legen das Lineal an die gelbe Linie und ziehen mit einem einzigen Zug mit dem Zahnstocher darüber.
Dadurch entsteht im Papier eine feine Rille.
Wir drehen den Flügel mit der weißen Seite nach oben.
Nun biegen wir nacheinander alle drei Teile der Vorderkante des Flügels (Teil Nr. 1) nach oben.

Wir legen das Lineal an die entstandene Rille an und biegen das Papier vorsichtig entlang des Lineals.
Wir schneiden die Flügelteile Nr. 2 und 3 aus.
Beide Teile werden nacheinander an die Unterseite des Flügels (Teil Nr. 1) geklebt. Zuerst kleben wir Teil Nr. 2 auf, anschließend darauf Teil Nr. 3.

Dann schließen wir das Biegen der Vorderkante des Flügels (Teil Nr. 1) ab und kleben sie an die Teile Nr. 2 und 3.
Wir legen saugfähiges Papier auf den Flügel. Den Flügel beschweren wir auf einer ebenen Fläche und lassen ihn gründlich trocknen.
Eine plane Flügelfläche ist die Voraussetzung für einen guten Flug des Modells.
Während des gesamten Klebevorgangs achten wir darauf, keine Klebstoffreste auf Flächen zu bringen, die nicht verklebt werden.
(Damit das saugfähige Papier nicht am Flügel des Modells festklebt.)
Nun kleben wir den Rumpf des Modells. Wir schneiden die Rumpfteile Nr. 6 und Nr. 7 aus.
Wir gehen dabei genauso vor wie beim Flügel des Modells.
Zuerst kleben wir alle Teile Nr. 7 miteinander, anschließend kleben wir die Teile Nr. 6 seitlich daran.
Den Rumpfkopf legen wir zwischen saugfähiges Papier und beschweren ihn wie den Flügel und lassen ihn gründlich trocknen.
Wir schneiden die Teile Nr. 4 und Nr. 5 aus.
Teil Nr. 4 schneiden wir vorsichtig ein. Hier arbeiten wir möglichst präzise, da die Genauigkeit direkt das Flugverhalten des Modells beeinflusst.
Nach dem Trocknen des Flügels biegen wir ihn vorsichtig mithilfe eines Lineals in der Mitte nach oben.
Der Abstand des angehobenen Flügels zur Unterlage sollte etwa 5 cm betragen.
An die Flügelenden kleben wir nach und nach die Stabilisatoren Nr. 4.

Teil Nr. 1 führen wir durch die ausgeschnittene Öffnung in Teil Nr. 4 bis zum Ende der weißen Flächen (bis zur gelben Biegelinie).
Die weißen Flächen an den Flügelenden biegen wir nacheinander nach oben und unten und kleben sie an Teil Nr. 4. Sobald die Verbindung getrocknet ist, kleben wir auf Teil Nr. 4 Teil Nr. 5. Alles gut trocknen lassen.
Zum Schluss kleben wir den Rumpf des Modells sorgfältig an den Flügel.
Die weißen Flächen klappen wir auseinander und kleben sie an die Mitte des Modellflügels.
Dadurch wird auch die V-Form (Aufbiegung) des Flügels fixiert.


Erstflug (Einfliegen) des Modells.
In diesem Teil des Artikels beschreibe ich nun das grundlegende Einfliegen des Modells. (Detaillierter beim nächsten Mal.)
Die Grundlage des Erfolgs ist ein gut zusammengebautes Modell mit möglichst unverzogenem, geradem Flügel.
Auf den Kopf des Modells stecken wir eine Büroklammer.
Das Modell werfen wir mit einer leichten Neigung vor uns.
Dabei braucht man etwas Übung beim Einschätzen der Wurfkraft und ein wenig Geduld.
Keine Sorge, wenn das Modell beim ersten Mal nicht optimal fliegt.
Sobald wir einen Gleitflug erreichen, beobachten wir den Flug sorgfältig.
Wenn das Modell schnell zu Boden fällt, verschieben wir die Büroklammer schrittweise näher zum Flügel.
Der Flug des Modells sollte sich dadurch allmählich verlängern.
Wenn das Modell während des Fluges „wippt“, verschieben wir die Büroklammer auf dem Kopf in Richtung weg vom Flügel oder fügen gegebenenfalls eine zweite hinzu.
Wir trimmen das Modell so lange, bis wir einen gleichmäßigen Gleitflug erreichen.
Wenn sich das Modell im Flug zu einer Seite dreht, können wir dies durch leichtes Hochbiegen der Klappe auf der gegenüberliegenden Seite des Flügels ausgleichen.
Nach erfolgreichem Einfliegen können wir das Modell mit einem einfachen Gummiband starten und so noch längere Flüge erzielen.
Fotografie des Modells Arrow
Datei mit Ausschneidebogen